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Blindtext

 

Wenn Ihnen der Blindtext "Lorem ipsum dolor sit amet..." auch schon zu häufig begegnet ist...
Wenn Sie ein anders Schriftbild austesten möchten...
Oder wenn Sie einen Blindtext wollen, der zum Schmunzeln anregen kann...

... dann stellen wir Ihnen hier eine Alternative zur Verfügung!

Sie dürfen diesen Text kopieren und weiterverwenden. Und wenn Sie als Quelle angeben, freut uns dann natürlich!

Blindtext zur freien Verfügung 

Herzlich willkommen!

Ich bin Blindtext. Sinnloser, blöder Blindtext. Nicht blind, weil ich nichts sehe, nein, das zeichnet mich nicht aus. Alle texte sind so gesehen blind. Nein, ich heisse Blindtext, weil ich in so genannten Blindbändern das erste mal vorkam. Das sind Bücher, die als Vorlage für das fertige Band dienen. So kann man Papierstärke, -oberfläche, Druckfarbe und so weiter beurteilen, bevor man das Buch in Druck gibt. Und der Blindtext dient einfach als Platzhalter, damit man sieht, wie die Seite nachher mit Text aussieht.

Man stelle sich das mal vor, was das heisst: eine Ewigkeit lang in irgendwelchen elektronischen Dateien ein sinnloses Dasein als Buchstabensalat zu fristen. Warum hat der Autor dann nicht gerade Texte wie "afnafn anjsanf afknjakasflkiufrgthew ö iet ewhuoögsdng" geschrieben, sondern den Aufwand betrieben, einen normal tönenden Text zu verfassen? Das macht doch keinen Sinn, denn der Blindtext wird ja nicht fürs Ohr geschrieben.
Ausserdem hat der Blindtext ein Problem: Er ist Text, verständlicher Text sogar, und er enthält häufig einen erstaunlich reichen Wortschatz. Dieser könnte aber wertloser nicht sein, da der Sinn des Textes eben keiner ist.

Im Blindtext liegt also ein riesiges Potential brach, das einfach so sinnlos hingeworfen und in den wenigsten Fällen beachtet wird. Das Dahinfristen wird für den Blindtext aufgrund dieser ständigen Nichtbeachtung nur noch schlimmer.
Mit wenigen Ausnahmen. Du, lieber Leser, bist so eine Ausnahme, denn du hast ja schon bis hierher gelesen. Oh, nicht erschrecken, weil ich es gemerkt habe. Ich habe ja sonst nichts zu tun als darauf zu warten, dass ich endlich mal gelesen werde. Oder gelöscht. Das ist eine der Auswirkungen der modernen Technik, dass ich nun wieder gelöscht werden kann. Früher war es wenigstens so, dass ich nicht aus den Büchern gelöscht werden konnte, und darum mindestens einen Leidensgenossen hatte, mit dem ich unterging. Heute aber... ist alles anders. Text wird geschrieben, korrigiert, umgestellt, grösser, kleiner dargestellt, und wieder gelöscht. Einfach so, ohne dass sich der Autor besonders anstrengen muss.

Wie viel mehr wert war doch Text, als man ihn noch von Hand schrieb! Auch mit der Schreibmaschine war Text noch mehr wert, denn jeder Tippfehler konnte bedeuten, dass der Text noch mal von vorne geschrieben werden musste. Man konzentrierte sich also viel mehr auf den Text... Auch das Tipp-Ex konnte uns ja eigentlich nicht viel anhaben, denn es wurde ja nur über uns gestrichen... darunter existierte der gelöschte Text aber immer noch...

Und heute? werden wir lieblos gelöscht. Ein Tastendruck, und ich verschwinde im digitalen Nirvana. Sobald ich meinen Zweck auf dieser Seite erfüllt habe, nämlich das Erscheinungsbild der fertigen Seite zu simulieren, werde ich auf brutalste Art markiert und gelöscht. Das ist mein unausweichliches Schicksal.

Solltest du, lieber Leser, bis hierher gelesen haben, und solltest du das Bedürfnis verspüren, meinem Schicksal eine neue Wende zu verleihen: du darfst mich gerne kopieren und in deinen Projekten als Platzhalter verwenden. So kann ich wenigstens meinen ursprünglichen Zweck auch in Zukunft erfüllen, ohne unwiderruflich zu verschwinden.

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© content: Meier Adrian